Eine Revolution beginnt genau an dem Punkt, wo die Menschen ihre höchste Entwicklungsstufe erreicht haben. Dann, wenn es ihnen gut geht. Man könnte auch sagen: wenn sie nicht wissen (oder besser gesagt: nicht wissen wollen, weil es ihnen zu gut geht), wie es weitergeht. Genau an diesem Punkt beginnt die Revolution.

Und warum?

Weil die Evolution nicht Halt macht. Das ist das Gesetz aller Universen.

Aber wie kann die Evolution weiter fortschreiten, wenn die Menschen dogmatisch sind und an ihrem existierenden Bewusstsein festhalten wollen?

Ganz einfach. Sie werden gezwungen. Universen sind unzählige Male stärker als Menschen.

Der erste Schritt äußert sich in einem Mangel an überlebenswichtigen Dingen. Der Mensch ist in seinen Fähigkeiten begrenzt und unsere Erde genauso.

Irrtümlicherweise beginnt nun ein zunächst langsamer Kampf unter den Menschen, der immer schneller und brutaler wird.

Die von Haus aus Stärkeren und Schlaueren sichern sich immer mehr, und den anderen bleibt immer weniger.

Die Revolution ist in ihrer Folge blutig. Krieg.

Und alle suchen nach Schuldigen.

Und alle suchen nach einer Ursache.

Aber wo suchen sie die Schuldigen und wo die Ursache?

 


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Eugenik

Ist die Eugenik wirklich etwas, das man ablehnen sollte? Machen wir uns nichts vor, die Eugenik ist allgegenwärtig, von Anfang an, immer schon gewesen, und sie wird auch immer bestehen. Sie ist Bestandteil der Evolution, und ohne sie ist Evolution nicht möglich. Nur die Verlierer und die Schwachen sind dagegen. Man muss unter Eugenik nicht unbedingt die seit 1883 bekannte Ideologie verstehen, die sich auf die Bevölkerung und deren Selektion nach besseren und schlechteren Menschen bezieht, denn diese Selektion gab es schon immer, und das nicht nur in Bezug auf den Menschen. Sie können dies sogar bei sich selbst beobachten. Sie essen z. B. lieber eine frische Tomate als eine verdorbene. Sie wollen lieber ein Auto, das gut und sicher fährt, statt einer alten Klapperkiste, die Sie in Gefahr bringt. Genauso möchten Sie lieber mit besseren Menschen zu tun haben als mit schlechteren, Kriminellen z. B., natürlich Ihren Vorstellungen entsprechend. Oder kennen Sie viele gesunde Menschen, die mit Behinderten verheiratet sind? Wahrscheinlich nicht, und vermutlich können Sie sich das auch nicht vorstellen. Sie suchen sich lieber einen guten Partner. Zuerst nach seinem Aussehen und dann nach seinen Fähigkeiten. Sie wollen auch Ihre Heizung nicht von einem schlechten Monteur reparieren lassen und damit Gefahr laufen, im Winter erfrieren zu müssen oder eine weitere Reparatur zu benötigen, die Ihnen zusätzliche Kosten beschert. Stattdessen wollen Sie diesen Dienst von einem fähigen Installateur erledigt haben. Oder werfen wir einen Blick ins Tierreich. Das ist Eugenik pur. Der Löwe schlägt zuerst das schwächste Tier einer Herde, weil es langsamer ist als die anderen und nicht so gut wegrennen kann. Der Löwe ist nicht dumm. Das ist einfach ein leichteres Unterfangen. Selbst innerhalb eines Stammes, wenn zum Beispiel das Nahrungsangebot zu knapp wird, töten die Stärkeren die Schwächeren. Umgekehrt wäre es absurd. Der Schwächere kann nicht den Stärkeren besiegen. Auch Kannibalismus ist hier zu erwähnen. Sie essen eine Kuh, Sie töten sie. Ist das etwa keine Selektion von Leben? Und schließlich der Mensch. Warum sollte es bei ihm anders sein? Ihn selektiert man bereits von Geburt an, nicht wahr? Selektiert nach Klassen, je nachdem, wo er auf die Welt kommt. Selektiert ihn in der Schule, je nachdem, ob er ein guter oder schlechter Schüler ist. Selektiert ihn im Berufsleben, je nachdem ... Und so weiter. Wenn die Menschen nicht genug von dem haben, was sie zum Leben brauchen, wer fliegt dann zuerst raus? Der Schwächere natürlich. Und wenn sich die Lage noch mehr verschlechtert, verschlechtert sich auch die Lage des Schwächeren. Armut, Hunger und Tod. Wenn die Bedingungen, damit alle überleben, nicht vorhanden sind, müssen einige sterben, damit andere überleben können. Es ist irgendwie logisch. Das gefällt niemandem, davon bin ich überzeugt. Nicht den Gewinnern, und am allerwenigsten den Verlierern. So gibt es zahlreiche Modelle und immer wieder Versuche, dem etwas entgegenzusetzen. Alles ist aber bisher immer wieder gescheitert. Wir müssen die Kuh töten, um zu überleben. Die Veränderung, die Verbesserung – einfach gesagt: die Evolution – erlegt uns dies auf, ob wir wollen oder nicht. Vielleicht werden wir eines Tages in der Lage sein, dies zu verändern, indem wir molekulare, atomare Prozesse noch besser verstehen lernen und sie schließlich in die Praxis umsetzen können.


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